Ist Xanthan (E415) vegan? Nicht immer!

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Ist Xanthan vegan

Kurz und Knapp

  • Xanthan ist in der Regel vegan. Xanthan entsteht bei der Fermentation von Mais, Weizen oder Soja durch Bakterien.
  • In Lebensmitteln ist der Stoff als E415, in Kosmetik unter dem vollen Namen gekennzeichnet.
  • Es ist auch möglich, Xanthan durch die Fermentation von Laktose herzustellen. Doch pflanzliche Zuckerquellen sind einfach viel günstiger und daher ist nicht-veganes Xanthan nicht rentabel.

Das Wort Xanthan erscheint auf den Zutatenlisten von Kosmetika oder als E415 in Lebensmitteln. Was hat es mit diesem komisch klingenden Inhaltsstoff auf sich?

Ist Xanthan vegan?

Ja, Xanthan ist vegan. Xanthan (E415) entsteht durch die Fermentation von Zucker durch Bakterien. In der Regel werden pflanzliche, zuckerhaltige Rohstoffe, wie Mais, Weizen oder Soja zur Herstellung von Xanthan verwendet.

Wann ist Xanthan nicht vegan?

Xanthan kann auch nicht vegan durch die Fermentation von tierischen Zuckern wie Laktose hergestellt werden.

In der Praxis ist das aber sehr unwahrscheinlich, da die Fermentation von Milchzucker mit höheren Kosten und einer niedrigeren Effizienz verbunden ist.

Die pflanzlichen Rohstoffe, wie Maisstärke, sind einfach sehr günstig. Daher ist der Großteil des industriell hergestellten Xanthan vegan.

Xanthan wird gerne in Milchprodukten verwendet.

Xanthan wird in Milchprodukten, vor allem in Eiscreme, Joghurt und Puddings verwendet. Diese sind natürlich nicht vegan.

Was ist Xanthan?

Xanthan Gum auch kurz als Xanthahn bezeichnet, ist ein natürliches Verdickungs- und Geliermittel.

Xanthan gehört zur Gruppe der Mehrfachzucker, wird aber nicht vom menschlichen Körper verstoffwechselt. Daher ist Xanthan für uns ein Ballaststoff.

Durch seine technischen Eigenschaften in Lebensmitteln wird Xanthan als E415 Fertigprodukten zugesetzt und ist sogar nach EU-Richtlinien in Bio-Lebensmitteln erlaubt.

Wie wird Xanthan industriell gewonnen?

Xanthen wird industriell durch die Fermentation von zuckerhaltigem Mais-, Weizen- oder Sojarohstoffen durch das namengebende Bakterium Xanthomonas gewonnen.

Es entsteht zunächst eine gelartige Konsistenz, die durch Zugabe von Alkohol fest wird.

Dann kann Xanthan zu einem weißen Pulver weiterverarbeitet werden. Dieses Pulver wird dann als E415 Fertigprodukten zugesetzt.

Wo ist Xanthan drin?

Xanthan findet sich in einer Vielzahl von veganen Lebensmitteln und Kosmetika wieder.

Besonders beliebt ist dabei die Mischung von Xanthan (E415) und Johannisbrotkernmehl (E410). Zusammen bilden die beiden Stoffe eine gelartige Konsistenz.

In diesen Produkten ist Xanthan enthalten:

  • Salatdressings: Xanthan erhöht in Dressings die Viskosität, um Gewürze zu verteilen.
  • Eiscreme: Es sorgt für eine cremige Konsistenz.
  • Backwaren: Es verbessert die Struktur des Teigs.
  • Soßen: Xanthan hilft dabei, die Soße zu stabilisieren, dass diese nicht verklumpt.
  • Milchprodukte: Es hilft dabei, die Konsistenz zu verdicken.
  • Getränke: In Fruchtsäften soll Xanthan eine gleichmäßige Textur erzeugen.
  • Fertiggerichte: Es kann die Konsistenz auf viele verschieden Weisen verändern.
  • Cremes: Es sorgt für eine angenehme Textur und stabilisiert die Creme.
  • Bodylotions: Es sorgt für eine angenehme Textur und stabilisiert die Lotion.
  • Zahnpasta: Xanthan hilft, die Viskosität der Zahnpasta zu regulieren.
  • Medizinische Produkte: Es wird in verschiedene pharmazeutischen Produkten eingesetzt.
  • Industrieprodukte: Es findet Anwendung in Farben und Reinigungsmitteln

In Kosmetik ist Xanthan nicht als E-Nummer, sondern unter seinem vollen Namen gelistet.

Ist Xanthan gesund/sicher?

Ja, Xanthan gilt als sicher. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stuft Xanthan selbst in größeren Mengen als unbedenklich ein. Da Lebensmittel in der Regel auch nur eine kleine Menge Xanthan beinhalten, ist es ohnehin schwierig viel Xanthan zu sich zu nehmen.

Fazit: Xanthan ist vegan und gesundheitlich unbedenklich.

Xanthan ist ein weitverbreiteter Stoff in Fertigprodukten. Er wird durch die Fermentation von pflanzlichen Zuckerquellen durch Bakterien hergestellt.

Tierische Zuckerquellen sind deutlich teurer, als Mais, Weizen und Soja. Daher lohnt es sich finanziell einfach nicht, Xanthan nicht-vegan herzustellen.

Außerdem gilt Xanthan in Lebensmitteln und Kosmetik als gesundheitlich unbedenklich.

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Markus Maibaum
5+ Jahre Vegan, Tierrechts-Aktivist, Umwelt-Wissenschaftler, Powerlifter, Hobby-Koch

Markus hat Veganivore gegründet, um die vegane Lebensweise zu verbreiten und unsere Erde ein kleines bisschen nachhaltiger & gerechter zu machen.

In seiner Freizeit setzt er sich leidenschaftlich gerne für Tierrechte ein, hält Vorträge für Umweltvereine, hebt Gewichte und probiert neue vegane Rezepte aus.

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