17 Gründe, WARUM VEGAN SCHLECHT IST: Vegan ist ungesund & unnatürlich

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Es gibt sehr viele Gründe, warum vegan schlecht ist: Vegan ist ungesund, unnatürlich, schlecht für die Umwelt und veganes Essen schmeckt grausam. 

Veganer sollten sich die großen Nachteile veganer Ernährung eingestehen.

Und Veganer sind einfach Idioten, die jedem das Fleisch schlechtreden wollen. Sie versuchen den ganzen Tag Menschen von Ihrer Religion zu überzeugen.

Ihr Veganer da draußen habt ihr noch nie den Spruch gehört „Leben und Leben lassen“ ?

In diesem Artikel liste ich alle Gründe auf, warum vegan schlecht ist. Ich begründe meine Argumentation mit Logik und Wissenschaft. 

1. Vegan ist ungesund

Mein persönlicher Hauptgrund gegen Veganismus: Vegan ist ungesund!

Veganer fehlen die Nährstoffe aus Fleisch und Milch wie:

  • Vitamin B12
  • Eisen
  • Vitamin D
  • Protein
  • Kalzium
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Zink 

Deswegen haben Veganer Mangelerscheinungen und sind schwache, dünne Menschen.

Hier ist ein anschauliches Beispiel dafür:

Zwei Bodybuilder auf dem Bild haben noch nie in ihrem Leben Fleisch gegessen hat.

Viele weitere Leistungssportler und sogar der stärkste Mann Deutschlands leben vegan.

Sie bekommt alle ihr Protein aus Bohnen und Linsen, Eisen aus Samen, Zink aus Haferflocken, Omega 3 aus Leinöl, Kalzium aus Brokkoli, …

Man kann alle essenziellen Nährstoffe auch aus pflanzlichen Quellen erhalten. 

Die Kuh auf der Wiese isst nur Pflanzen, um ihre Muskeln (Fleisch) aufzubauen. Alle Nährstoffe in diesem Fleisch stammen ursprünglich aus Pflanzen.

Man muss also kein Fleisch essen. Man kann auch das Tier als Mittelsmann weglassen und die Nährstoffe direkt von Pflanzen erhalten.

Vegan heißt natürlich nicht gleich gesund. Vegane Ernährung kann auch aus Pommes, Chips, Oreos und Bier bestehen. Aber eine gesunde vegane Ernährung ist möglich.

Das sagt der größte Zusammenschluss aus Ernährungsexperten der Welt dazu:

„Gut geplante vegetarische, inklusive vegane, Ernährungsformen sind gesund, bedarfsdeckend und können gesundheitliche Vorteile für die Prävention und Behandlung von bestimmten Krankheiten bringen.

Diese Ernährungsformen (vegan, vegetarisch) sind für alle Stufen des Lebenszyklus geeignet: für Schwangere, Stillende, Kleinkinder, Kinder, Teenager, Erwachsene, Ältere und Athleten.“

Academy of Nutrition and Dietetics

Ja, richtig gehört, vegan ist für jeden möglich. Sogar für Kinder. 

Ich habe einen ganzen Artikel über die Frage „Ist Vegan gesund?“ geschrieben. Inklusive einer ausführlichen Tabelle mit allen Nährstoffen und ihren pflanzlichen Quellen.

2. Veganer müssen Tabletten einnehmen

Das ist richtig. Jeder Veganer sollte mindestens Vitamin B12 Tabletten einnehmen. 

Nicht-Veganer haben das große Glück, dass Tieren wie Schweinen in der Massentierhaltung Vitamin B12 Tabletten zugefüttert bekommen (neben einem Haufen Antibiotika).

Dadurch können sie dann beim Essen von Fleisch ihre Vitamin B12 Tabletten bekommen.

Wie wundervoll, dass die Fleischindustrie so an uns denkt. Wer weiß, vielleicht reichen bei genug Fleischkonsum die Antibiotika für die nächste Grippewelle?

Jeder Deutsche nimmt Vitamin B12 Tabletten zu sich. Bei manchen gingen sie halt vorher durch den Magen eines Tieres.

Vitamin D Tabletten werden außerdem für die ganze deutsche Bevölkerung empfohlen. Mehr dazu in unserem Supplement-Guide.

3. Vegane Ernährung ist nicht für Sportler geeignet

Ich habe selber schon immer viel Sport gemacht. Nach einer langen Verletzungspause (Verletzung bevor ich vegan wurde) bin ich nun ins Gewichtheben (Kraftdreikampf) eingestiegen. 

Ich konnte in einem halben Jahr mein Kreuzheben von circa 100 kg auf über 170 kg steigern (unter 80 kg Körpergewicht). Beim Bankdrücken liege ich bei 115 kg. Das alles war mit veganer Ernährung kein Problem.

Das hier ist ein normaler Arbeitssatz im 02.03.22 mit 5 x 147,5 kg.

Der Besitzer von meinem Fitnessstudio und weitere Mitglieder, die weit über 200 kg heben, sind Veganer.

Es gibt natürlich auch viele Profisportler, die vegan sind. Neben den 4 Bodybuildern oben im Bild gibt es viele weitere Beispiele, aus allen Sportarten. 

Es gibt eine anschauliche Netflix Dokumentation zum Thema Vegane Ernährung im Sport.

Wer weiter in die wissenschaftliche Datenlage hinter dem Film einstiegen will, kann sich diese Debatte anschauen. 

4. Vegan ist unnatürlich

Vegan ist die unnatürlichste Ernährung. Ich bevorzuge einen natürlichen Lebensstil

Ich lebe in der Wildnis in einer Höhle und gehe lieber Jagen als in den Supermarkt. Mein Tinder ist meine Keule, die ich einer Frau über den Kopf ziehe und sie entführe. 

Ach, und wenn ich mir eine leichte Erkältung zuziehe, sterbe ich lieber daran, als diese unnatürliche moderne Medizin zu nutzen.

Die Beispiele sind absurd, weil unser Leben sehr wenig mit Natürlichkeit zu tun hat. 

Dass etwas natürlich ist, macht es nicht direkt gut (Krankheiten, Kälte, Hunger). Dass etwas unnatürlich ist, macht es nicht direkt schlecht (moderne Medizin, Heizungen, Supermarkt).

Es gibt auch einen Namen für diesen Fehlschluss. In der Philosophie nennt man eine solche Argumentation („Vegan ist unnatürlich, daher schlecht“) den naturalistischen Fehlschluss.

5. Der Mensch ist von Natur aus Fleischesser

Der Mensch ist ein Fleischfresser, das sieht man allein an seinen Eckzähnen. 

Das stimmt so nicht, es gibt auch Pflanzenfresser mit Eckzähnen. Der Mensch ist ein Sonderfall, da der Bau von Werkzeugen, den Nutzen der Zähne reduzierte. Daher kann man von unserem Gebiss nicht wirklich unsere „natürlichen“ Essgewohnheiten ableiten.

Manche Veganer behaupten nun, der Mensch ist ein Pflanzenfresser. Das stimmt auch nicht

Von den gängigen 3 Kategorien wäre der Mensch am ehesten ein Omnivore, also Allesfresser.

Das heißt also, der Mensch sollte Pflanzen und Tiere essen?

Nein, als Allesfresser haben wir die Freiheit uns auszusuchen, welche Lebensmittelgruppen wir essen.

Der Mensch ist kein wirklicher Omnivore. Er ist vielmehr ein „Cucinivore“, ein kochendes Tier. 

Durch die Möglichkeit unsere Nahrung zu kochen, muss unser Verdauungsapparat weniger arbeiten und hat sich daher anders entwickelt, als bei allen anderen Tieren.

Man kann aus der Biologie des Menschen keine Schlüsse ziehen, was man am besten essen sollte. Wir müssen uns auf die wissenschaftliche Datenlage beziehen.

Der wissenschaftliche Konsens ist, dass die menschliche Ernährung zum überwiegenden Großteil aus Pflanzen bestehen sollte.

6. Der Mensch hat schon immer Fleisch gegessen

Menschen haben schon die gesamte Menschheitsgeschichte Fleisch gegessen. Warum sollten wir damit jetzt aufhören?

Weil wir es KÖNNEN! 

Ok, lass es mich genauer erklären. Warum haben Menschen früher Fleisch gegessen?

Bis auf die wenigen wohlhabenden Menschen haben sie das getan, weil sie es MUSSTEN. Fleisch ist sehr kalorienreich und damit perfekt zum Überleben.

Heute denken zum Glück die wenigsten von uns bei Ernährung an Überleben. 

Die beiden wichtigsten Faktoren für unsere Ernährung heutzutage sind Geschmack und Gesundheit, nicht mehr das Überleben.

Wir gehen in den Supermarkt und haben eine riesige Auswahl an Lebensmitteln.

Wir haben die WAHL, ob wir Fleisch essen oder nicht. Weil wir es nicht mehr zum Überleben essen müssen.

Wir sollten uns in dieser Entscheidung nicht von Steinzeitmenschen beeinflussen lassen. 

Wem vertraust du eher?

7. Fleisch hat den Menschen intelligent gemacht

In diesem Zusammenhang wird oft das Argument genannt: 

„Fleisch hat uns doch erst zu dem gemacht hat, was wir sind. Durch Fleisch hat der Mensch ausreichend Energie gehabt, ein großes Gehirn zu entwickeln.“ (Veganer wären wohl alle dumm geblieben).

Die Argumentation weist einige Lücken auf. Es kommt (wie schon besprochen), nicht darauf an, was vor tausenden Jahren einmal war, sondern darauf, was heutzutage ist. 

Heute ist der wissenschaftliche Konsens, dass wir kein Fleisch für unsere Gesundheit benötigen. Daher ist es für unsere Ernährung heutzutage irrelevant, ob wir es einmal gebraucht haben.

Das Argument, dass wir Fleisch zur Gehirnentwicklung brauchten, ist historisch betrachtet falsch.

Menschen haben den Großteil ihrer Evolution hauptsächlich pflanzlich gegessen. 

Stärkehaltige Lebensmittel wie Süßgräser und Wurzeln sind eher für Gehirnentwicklung des Menschen verantwortlich.

8. Löwen essen auch andere Tiere, warum dann nicht wir?

Fleisch essen ist also der natürliche Kreislauf des Lebens. 

Es ist nichts natürlich daran, Milliarden fühlende Lebewesen selektiv zu züchten und zu töten. Und ihre Körperteile dann im Supermarkt zu jagen.

Außerdem ist das Fleischessen nur eine Eigenschaft von Löwen. Löwen riechen sich zur Begrüßung am Arsch, aber das wollen Menschen dann plötzlich nicht tun. 

Löwen töten die Kinder von anderen Löwenmännchen. Aber vor Gericht wird man mit dem Spruch „Löwen machen das doch auch“ nicht weit kommen. 

Niemand würde sich bei anderen Entscheidungen an Löwen orientieren. Warum sollten wir das dann bei der Ernährung tun?

9. Veganes Essen schmeckt nicht

Veganes Essen ist langweilig. Veganer essen quasi nur Gras (Salate) und veganes Essen schmeckt einfach nicht.

Also ich könnte auf Pizza, Burger, Co. verzichten!

Gut dass Rewe, Edeka, Aldi und viele mehr uns da aushelfen. Hier einmal ein zwei Beispiel Kühlregale:

Die meisten Produkte im Supermarkt sind ja von sich aus schon vegan: Brot, Nudeln, Reis, Obst, Gemüse, Pommes, Kaffee, Softdrinks, Bier und so weiter.

Und jetzt gibt es dazu eine Vielzahl von veganen Produkten, damit man auf Pizza, Burger und Co. nicht mehr verzichten muss.

Veganes Essen kann so aussehen:

Links veganes Burger-patty von Beyond Meat. Rechts vegane Pizza, die es bei Dominos regulär im Angebot gibt.

Und gute Nachrichten für alle, die gerne kochen: Alle Gewürze sind vegan! 

Eine leckere vegane Mahlzeiten, die auch du Zuhause nachmachen kannst, sieht so aus:

Wenn du dir immer noch denkst, veganes Essen schmeckt nicht, kannst du bei Instagram #veganfood einzugeben. Dort sind 27 Millionen Beispiele, um dir das Gegenteil zu beweisen.

10. Vegan sein ist zu aufwendig

Eine große Sorge von mir war früher: Finde ich überhaupt vegane Restaurants? Und ist das nicht voll anstrengend, immer in anderen Städten danach zu suchen?

Zum Glück gibt es die App Happy Cow (kostet im Apple App Store 2 Euro, ist aber im Browser und bei Android kostenlos).

Dort findest du in jeder Stadt auf der Welt Restaurants, die etwas veganes im Angebot haben. Ich habe die App mehrmals im Urlaub und natürlich Zuhause genutzt. 

Veganes Essen in meiner Nähe, was ich mit Happy Cow gefunden habe:

Zu Hause kannst du auch viele einfache vegane Mahlzeiten zubereiten. Nudelgerichte oder Currys sind meine schnellen Favoriten. 

Viele vegane Gerichte sind auch perfekt für Meal Prep geeignet. Du kannst direkt für mehrere Tage kochen, wenn du wenig Zeit hast.

Das folgende Video zeigt mein Lieblingsrezept, wenn es mal schnell gehen muss. Eine Stunde Kochen für 6 Mahlzeiten.

Empfehlenswert ist der Youtube Channel „The Happy Pear“. Der Channel ist voll von 5 Minuten Rezepten. Auch ihr Kochbuch Vegan Cooking for Everyone ist wundervoll (leider nur englisch).

Vegane Rezepte zu finden, ist einfach. Gibt einfach den Namen des unveganen Gerichts + das Wort „vegan“ bei Google oder Youtube ein und du findest immer eine gute Alternative.

Wenn mal keine Zeit zum Kochen oder fürs Restaurant ist, kannst du natürlich auf das leckere vegane Fertigessen im Supermarkt zurückgreifen.

11. Vegane Produkte sind pure Chemie

Aber diese ganzen Ersatzprodukte sind „pure Chemie“. Einfach nur eklig, wie lang diese Zutatenliste ist. Ich würde so etwas nie essen. 

Alle Dinge sind „pure Chemie“. Wir Menschen bestehen aus chemischen Stoffen und Verbindungen. Aber mal abgesehen davon:

Du würdest dich wundern, was alles auf der Zutatenliste von Wurst steht. 

Die armen Schweine bekommen auch alles Mögliche gespritzt und zugefüttert, was am Ende in deiner Wurst landet (Antibiotika, Hormone, etc.). 

Moderne Fleischalternativen, wie der „Beyond Burger“ oder das vegane Hack der Rügenwalder Mühle sind natürlich kein gesundes Essen. 

Die Produkte sind dazu entwickelt Fleisch in Geschmack, Geruch, Textur nachzuahmen. Dafür werden neben gesunden Zutaten, wie Erbsen und Rote Bete auch viel Salz und Öl verwendet.

In mehreren Studien schneiden die Fleischalternativen gesundheitlich und für die Umwelt besser ab, als Fleisch.

12. Veganes Essen macht nicht satt

Schau dir bitte noch einmal diese Bilder an.

Meinst du, du wirst davon nicht satt?

Wenn du ernsthaft „ja“ denkst, habe ich trotzdem gute Nachrichten für dich. Die Wissenschaft unterstützt dich.

Viele pflanzliche Produkte machen durch verschiedene chemische Signalwege satt.

Der größte Gewichtsverlust in der Geschichte der Wissenschaft (12 kg in 6 Monaten im Schnitt) wurde durch pflanzliche Ernährung erzielt. Und das, obwohl die Leute keine Kalorien zählen mussten. 

Sie wurden einfach durch das vegane Essen so satt, dass sie nicht mehr essen konnten.

Ach, und wenn dein Problem eher Zunehmen, als abnehmen ist, das geht mit veganer Ernährung natürlich auch.

13. Vegan ist teuer 

Bei einer Sache sind wir uns alle einig: Massentierhaltung ist schlecht.

Die meisten Menschen beschreiben ihr „Ideal Fleisch“ so: Von einem Bauernhof, wo es den Tieren gut geht. Sie ein langes und schönes leben haben.

Die Tierprodukte von diesem Bauernhof sind dann aber seeehr teuer. Deutlich teurer als vegane Alternativen.

Ich möchte damit zeigen, dass vegane Alternativen nur teuer im Vergleich zu Billigfleisch sind. Genau das Billigfleisch, das die meisten Menschen ablehnen und verurteilen.

Vegan ist günstiger als „bessere“ Tierhaltung und tut mehr fürs Tierwohl (es muss gar nicht erst ein Tier sterben).

Die Realität sieht leider so aus: In Deutschland sind 97 % der Tierprodukte aus Massentierhaltung

Die Leute kaufen also hauptsächlich Billigfleisch, welches sie mündlich ablehnen. 

Die Preise von Billigfleisch sind schlecht mit denen von veganen Alternativen zu vergleichen. Das eine ist ein Massenprodukt mit viel staatlichen Subventionen vs. ein Nischenprodukt. Natürlich ist das Nischenprodukt noch teurer.

Warum noch? Die Preise von Fleischalternativen fallen, weil ihr Umsatz und ihr Marktanteil zunehmend steigen. Während die Preise von Fleisch steigen.

Laut großer Beraterfirmen sollen pflanzenbasierte Fleischalternativen in den nächsten Jahren genauso viel kosten wie Fleisch.

Ist dann für die nächsten Jahre eine vegane Ernährung teurer als Mischkost?

Nein. So sieht eine Mahlzeit von aus unserer Sicht ärmeren Menschen in Afrika aus:

Ärmere Menschen essen hauptsächlich pflanzliche Lebensmittel, wie Reis, Getreide und Bohnen. Vollwertige pflanzliche Lebensmittel sind die günstigsten Lebensmittel.

Fleisch war früher bei uns auch ein Luxusprodukt. Es wurde wenig konsumiert. Daher kommt auch das Wort „Sonntagsbraten“. 

Fleisch ist heute so günstig, weil die Industrie subventioniert wird und wir die Produkte auf Kosten der Tiere und der Umwelt produzieren.

Aber selbst Billigfleisch hat keine Chance gegen Kartoffeln, Bohnen und Co.

Eine Oxford Studie fand heraus, dass die günstigste Ernährung in der westlichen Welt die vegane Ernährung ist.

Sie war im Schnitt 1/3 günstiger, als Mischkost.

Das erklärt sich durch den hohen Anteil von günstigen pflanzlichen Lebensmitteln (Kartoffeln, Nudeln, Reis, Obst, Gemüse, …).

Auch ich selber habe beim Wechsel zu einer vollwertigen veganen Ernährung Geld eingespart (das ich jetzt für mehr Seitan Döner ausgeben kann 😉 ).

14. Veganer töten auch Tiere

Diese Aussage ist korrekt. Bei der Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln sterben neben Insekten auch Kleintiere.

„Man kann nicht 100 % vegan sein, warum dann nicht Fleisch essen?“

Niemand würde in einem anderen Kontext so argumentieren. 

Du hast ein Stück Kuchen gegessen. Du kannst nicht zu 100 % gesund leben, warum nicht gleich rauchen?

Du bist einmal Auto gefahren. Du kannst nicht zu 100 % umweltbewusst leben, warum dann nicht gleich ein Inlandsflug?

Die Vergleiche scheinen übertrieben. Rauchen ist ja viel schlimmer für die Gesundheit, als ein Stück Kuchen und ein Inlandsflug viel schlimmer für die Umwelt, als Autofahren.

Doch Fleisch ist VIEL schlimmer für die Tiere als pflanzliche Lebensmittel. 

Die folgende Statistik zeigt, wie viele Tiere für 1 Million Kalorien der jeweiligen Lebensmittel sterben. „Harvest“ steht für alle Tiere, die beim Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln / Futtermitteln sterben und „Slaugther“ steht für alle Tiertode durch Schlachtung.

Die gelben Balken bei den Tierprodukten beziehen sich auf Tiertode durch den Anbau von Futtermittel. Der erste Balken zeigt beispielsweise, dass für Hühnerfleisch 237 Hühner durch Schlachtung sterben und zusätzlich 13 Mäuse oder Kleintiere beim Futtermittelanbau für diese Hühner.

Da eine Kuh für 1 kg Muskelmasse viele Kilogramm Futter essen muss, sterben für Rindfleisch deutlich mehr Tiere beim Futteranbau, als bei der Schlachtung.

Fleisch und Eier töten weitaus mehr Tier als pflanzliche Lebensmittel.  Getreide, Gemüse und Obst töten ca. 2 Tiere pro 1 Million Kalorien. Hühnerfleisch tötet 251 Tiere, Eier töten 92 Tiere, Rindfleisch tötet 29 Tiere und Milch fast 5. 

Nur durch den Futtermittelanbau sterben bei Fleisch, Eiern und Milch mehr Tiere, als bei Getreide, Gemüse und Obst. 

Dass Tiere durch pflanzliche Landwirtschaft sterben, ist also sogar Pro-Vegan Argument.

In diesem Kontext ist auch die Intention hinter der Tötung wichtig. Die Nagetiere, werden bei der pflanzlichen Landwirtschaft aus Versehen getötet. Die Tötung im Schlachthaus ist hingegen absichtlich.

Was macht das für einen Unterschied, die Tiere sind am Ende beide tot?

Stell dir zwei Personen vor. Jemand, der einen Hund absichtlich umbringt und jemand, der einen Hund aus Versehen überfährt. 

Die erste Person würde eine Gefängnisstrafe bekommen und gesellschaftlich verachtet werden. Die zweite Person würde wohl mit einer Geldstrafe und schlechtem Gewissen davonkommen.

Intention macht einen Unterschied.

Es gibt auch einen interessanten Fall (der auch verfilmt wurde), wo nach einem Flugzeugabsturz Menschen durch Kannibalismus überlebt haben. 

Die sonst unethische Tat war durch ihre Notwendigkeit zum Überleben moralisch gerechtfertigt. 

Fleisch benötigt der Mensch nicht zum Überleben. Aber auch ein Veganer würde es vermutlich nicht als verwerflich finden, wenn jemand in einem armen Fischerdorf Fisch isst. 

Diese Person ist zum Überleben darauf angewiesen und hat keine Wahl (nicht wie wir im Supermarkt).

Wir müssen irgendetwas zum Überleben essen. Warum dann nicht die Lebensmittel, die am wenigsten Leid verursachen?

Jeder verursacht nur durch seine Existenz Leid. Wir verbrauchen Ressourcen und treten vielleicht auf Insekten.

Doch wir können dieses Leid reduzieren. Sei das durch faire Produkte, umweltbewussten Konsum oder eben eine vegane Lebensweise.

Leid so weit wie möglich reduzieren ist der Kern von Veganismus. Nicht das Leid komplett zu eliminieren, das ist unmöglich.

Deswegen definiert die Vegan Society Veganismus auch nicht dadurch, dass sie alles Tierleid verhindert, sondern so:

„Veganism is a philosophy and way of living which seeks to exclude—as far as is possible and practicable—all forms of exploitation of, and cruelty to, animals for food, clothing or any other purpose; […]“

Also Veganismus versucht so weit wie möglich und praktikabel Tierausbeutung zu verhindern. 

Dadurch ist jemand auch zu 100 % vegan, wenn diese Person Gemüse isst, wofür vielleicht aus Versehen eine Maus sterben musste.

15. Vegan ist schlecht für die Umwelt

„Vegan ist auch nicht besser für die Umwelt: Eine Avocado wird durch die ganze Welt geschifft, da esse ich doch lieber mein regionales Fleisch.“

Es gibt 3 Hauptkritikpunkte an der veganen Ernährung in Sachen Umwelt:

Lange Transportwege von exotischen Lebensmitteln:

Die CO2-Emissionen durch den Transport von Lebensmitteln sind nur ein kleiner Teil der Gesamtemissionen.

Die kleinen roten Balken in der Grafik stellen die Transportemissionen der jeweiligen Lebensmittel dar. 

Weitere Statistiken wie diese findest du hier.

Bananen und Rindfleisch haben beide 0,3 kg CO2-Emissionen durch den Transport. Aber Bananen haben Gesamtemissionen von 0,7 kg während Rindfleisch bei 60 kg liegt. 

Viel wichtiger als die Regionalität ist die Lebensmittelauswahl. Lokales Bio Rindfleisch ist schlechter für die Umwelt, als Avocados, die tausende Kilometer verschifft wurden. 

Die größte Analyse von Umweltauswirkungen von Lebensmittel bestätigt dies. Tierische Lebensmittel schneiden bei mehreren Umweltaspekten schlechter ab als pflanzliche Lebensmittel. 

Und nicht nur das: Fast immer sind selbst die nachhaltigsten tierischen Lebensmittel schlechter für die Umwelt, als die am wenigsten nachhaltigen pflanzlichen Lebensmittel. 

Hoher Wasserverbrauch von Avocados & Mandeln:

Zum Wasserverbrauch von Avocados vs. Fleisch haben wir einen ausführlichen Artikel geschrieben.

Zusammenfassend kann man sagen, dass einzelne pflanzliche Lebensmittel (besonders Nüsse) einen problematisch großen Wasserfußabdruck haben.  

Dennoch haben tierische Lebensmittel generell den höheren Wasserverbrauch.

16. Soja zerstört den Regenwald

Produkte wie Tofu, Sojamilch oder Tempeh werden in Deutschland zum Großteil aus Soja hergestellt, das in Europa angebaut wurde

Soja wird weltweit hauptsächlich als Tierfutter verwendet.

Das gilt auch für Soja, welches im Regenwald angebaut wird. Industrieller Sojaanbau ist nur für ca. 8 % der Regenwaldabholzung verantwortlich.

Der Hauptfaktor für Regenwaldabholzung (63 %) ist das Erschaffen von Weideflächen für Nutztiere.

Alles in allem sind Tierprodukte weltweit nur ein kleiner Teil unserer Ernährung. Sie sind aber für den Großteil der Umweltschäden verantwortlich.

Unserer Artikel „CO2 Bilanz von Fleisch“ beleuchtet im Detail, wie Fleisch unserem Klima schadet.

17. Veganer sind Idioten

Das geht vielen Menschen bei der Diskussion mit Veganern durch den Kopf: „Veganer sind Idioten. Die wollen allen nur ihre Meinung aufzwingen. Warum nerven Veganer so?“

Ich versuche das wissenschaftlich zu erklären. Hier ein Auszug aus einer Studie, die sich hauptsächlich auf Ernährung und Sport bezieht:

„Wenn ein Experte vorbildliches Verhalten zeigt, antizipieren Individuen, […] dass der Experte auf sie herabschaut. 

Daraus resultiert, dass vorbildliche Verhaltensweisen paradoxerweise die Menschen abschreckt, die man inspirieren möchte.“ (frei übersetzt)

Howe & Monin (2017). Journal of personality and social psychology.

Die Autoren merken an, dass das Gleiche für Vegetarier (und Veganer) gilt. Vegetarier (und Veganer) erfahren viel Feindseligkeit, weil Mischköstler sich so fühlen, als würde ihre Moral kritisiert werden. 

Die Feindseligkeit gegenüber Veganern ist ein Abwehrmechanismus, weil man sich angegriffen fühlt. 

Aber warum fühlen sich Fleischesser von Veganern angegriffen?

Weil die meisten Menschen wissen, dass Fleisch nicht das Beste für sie, den Planeten und die Tiere ist. 

Aufnahmen aus der Massentierhaltung sind überall in den sozialen Medien. Und es wird immer wieder darüber geredet, wie ungesund Tierprodukte sind.

Unser Gehirn ist viel auf Kongruenz (Übereinstimmung) aus. Unsere Gedanken und Glaubenssätze sollen mit unserem Verhalten in Einklang sein. 

Stimmt unser Verhalten nicht mit unseren Werten überein, entsteht ein unangenehmer Gefühlszustand. Diesen nennt man kognitive Dissonanz.

Beispiel kognitive Dissonanz:

  1. Ein Mensch hat den Glaubenssatz „Tierleid ist schlecht“.
  2. Diese Person sieht Schlachthaus-Aufnahmen und weiß Fleisch ist definitiv mit Tierleid verbunden.
  3. Die Person kauft trotzdem Fleisch und bezahlt damit für Tierleid.
  4. Die Handlung stimmt nicht mit dem Glaubenssatz überein und daher empfindet die Person kognitive Dissonanz. 
Veganer sind Idioten, weil allein ihre Existenz die kognitive Dissonanz von Fleischessern hervorruft. Das unwohle Gefühl, dass ihr Verhalten nicht mit ihren Werten übereinstimmt. Einerseits sind sie gegen Tierleid, andererseits bezahlen sie dafür. Veganer als nervige Idioten wahrzunehmen oder zu hassen ist also nur eine Abwehrreaktion.

Eine häufige Abwehrreaktion ist auch der Satz „Ich esse auch nur ganz wenig Fleisch“.

Um ihre Kongruenz zu bewahren, stellen Menschen ihr unerwünschtes Verhalten als nicht so häufig dar. Und sie glauben es sich selber. 

Es werden aktiv Erinnerungen von Mahlzeiten ohne Fleisch hervorgerufen und andere unterdrückt.

Dieses Verhalten nennt man in der Psychologie „Optimism Bias“

Wenn man z. B. Menschen nach ihrem Konsum von ungesunden Lebensmitteln fragt, behaupten sie, weniger als der Durchschnitt zu essen. Das gaben auch Menschen an, die sehr ungesund aßen. 

Wenn man sie nun mit der Realität konfrontiert, überdenken sie nicht ihre Handlungen.

 Die Probanden gaben an, noch gesünder zu essen und stellten die Risiken der ungesunden Lebensmittel infrage. 

„Zucker ist doch gar nicht sooo schlecht für die Gesundheit.“

Etwas Ähnliches kann man bei Rauchern betrachten, die im Durchschnitt die Gesundheitsrisiken vom Rauchen stark unterschätzen.

Etwas Ähnliches ist auch beim Gespräch von Veganern und Fleischessern zu betrachten:

A: „Ich lebe vegan.“

B: „Ich esse doch nur ganz wenig Fleisch.“ 

A: „Ich sehe doch, dass du jeden Tag mehrmals Fleisch isst, wir wohnen in einer WG.“

B: „Ich esse aber nur regionales Fleisch, wo es Tieren wirklich gut geht.“

Der letzte Satz entspricht dem Verhalten von Rauchern, die Gesundheitsrisiken stark unterschätzen. Die negativen Auswirkungen des Fleischkonsums werden heruntergespielt.

Wir sind uns unserem Optimism Bias meistens gar nicht bewusst. 

Die Menschen, die in den Studien relativ ungesund gegessen haben, behaupteten, sie äßen gesund. Genauso behauptet jemand, der zum Großteil Billigfleisch kauft, er kaufe regionales „Tierwohl“ Fleisch oder „weiß, wo es herkommt“.

Und versteh mich nicht falsch, jeder Mensch unterliegt diesen Fehleinschätzungen des Gehirns. 

Eine vegane Person, die hauptsächlich bei H&M Kleidung kauft, erinnert sich beim Thema Menschenrechte auch selektiv an die wenigen Male, wo sie faire Kleidung gekauft hat.

So bewahren wir Menschen unser Selbstbild. Es bedarf viel Zeit und Training, die eigenen Fehleinschätzungen zu erkennen und zu hinterfragen.

Wenn du denkst „Veganer sind Idioten“, kannst du unseren Beitrag Warum Vegan lesen, um ihre Beweggründe besser zu verstehen. Danach kannst du immer noch für dich selbst urteilen.

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Markus Maibaum
5+ Jahre Vegan, Tierrechts-Aktivist, Umwelt-Wissenschaftler, Powerlifter, Hobby-Koch

Markus hat Veganivore gegründet, um die vegane Lebensweise zu verbreiten und unsere Erde ein kleines bisschen nachhaltiger & gerechter zu machen.

In seiner Freizeit setzt er sich leidenschaftlich gerne für Tierrechte ein, hält Vorträge für Umweltvereine, hebt Gewichte und probiert neue vegane Rezepte aus.

Erfahre mehr über Veganivore und folge uns auf Instagram oder Facebook.

60 Gedanken zu „17 Gründe, WARUM VEGAN SCHLECHT IST: Vegan ist ungesund & unnatürlich“

  1. Hi, ich finde deinen Artikel vom Inhalt her sehr gut. Nur kann ich jeden „Fleischesser“ absolut nachvollziehen, wenn er genervt/sauer/abwehrend auf das Thema reagiert. Da das ganze nämlich ein sehr emotionales Thema ist muss vorallem die Veganer/Vegetarier Seite umso sachlicher bleiben. Denn auch bei deinem Artikel ist die passive Aggressivität und der Sarkasmus viel zu sehr vertreten. Auch ich als Veganer fühle mich ein wenig angegriffen, da ich damals selbst „Fleischesser“ war. Und das ist ein riesiges Problem, die militante Veganerin Raffaela Raab ist das perfekte Beispiel dafür wie man eine, vom Wert her richtige Bewegung/Philosophie, nicht verbreiten sollte. Genau diese aggressive vermittlung ist der Grund weshalb so viele Menschen in Abwehrstellung gehen und Hass gegen Veganismus im Allgemeinen entwickeln. Ich meine niemand fängt an an eine Sache zu glauben weil andere radikal/aggressiv/beleidigend versuchen dich davon zu überzeugen. Für deinen nächsten Artikel empfehle ich daher wirklich durchweg sachlich zu erklären warum der vegane Weg der richtige für uns alle, den Tieren und unseren Planeten ist. Sonst kommen wir einfach nicht voran.

    Antworten
    • Hi Justin, danke für deinen Kommentar!
      Ich stimme dir voll zu, dass wir Veganer sachlich argumentieren sollten. Deshalb ist jeder andere Artikel auf meiner Seite sachlich gehalten und enthält viele Quellenangeben. Ich habe diesen Artikel ‚Warum vegan schlecht ist‘ damals eher aus Spaß geschrieben. Jetzt, wo der Artikel häufig bei Google auftaucht und viele Menschen (auch nicht Veganer) ihn lesen, bin ich mir meiner Verantwortung bewusst. Ich hatte schon geplant, ihn zu aktualisieren und einen sachlichen Artikel über Argumente und Gründe gegen Veganismus daraus zu machen.
      Bei einer Sache kann ich dir aber nicht ganz zustimmen: Auch radikalere Ansätze können dafür sorgen, eine Bewegung voran zu treiben. Man sieht das heute im Klimaaktivismus und historisch gesehen haben viele Bewegungen für mehr Gerechtigkeit, radikale Rhetorik und Demonstrationsformen genutzt (Frauenrechte in England, BIPoC Demonstrationen in den USA, LGBT Demos in den 80/90er). Ich selbst bin durch Joe Carbstrongs Youtubevideos vor 5 Jahren vegan geworden. Seine radikale Art hatte mich wachgerüttelt und dafür gesorgt, dass ich mich mit meinen eigenen Argumenten gegen Veganismus beschäftigt habe.
      Liebe Grüße!

      Antworten
      • Hi Markus, ich danke für deine Antwort.
        Freut mich auf jedenfall, dass du so offen für Kritik bist!
        Alles klar kann ich auf jedenfall verstehen. Es ist ja normal, dass man dazu lernt und im Nachhinhein dann sieht, was man besser machen kann. Wie gesagt für mich kam es mir so vor als würde der Artikel für Veganer existieren um sich über Nicht-Veganer lustig zu machen. Aber danke für die Aufklärung!

        Ich kann deine Meinung und Argumente auf jedenfall nachvollziehen. Trotzdem geht meine Meinung in die andere Richtung, da ich auch in meinem Freundeskreis einen sehr radikalen Veganer hatte. Dadurch konnte ich beaobachten wie die anderen und auch ich einen Hass gegen den Veganismus entwickelt haben. Wir haben sogar aus Prinzip noch mehr Fleisch gegessen – er hatte damit also leider genau das Gegenteil bewirkt. Erst einige Zeit später hatte ich das Glück sachlich und argumentativ sinnvoll aufgeklärt zu werden. Mit dieser Metode kamen sogar einige Freunde hinterher. Daher meine eigene Meinung aus eigenen Erfahrungen. Trotzdem: natürlich kann der radikale Weg auch etwas bewegen, aber in der heutigen Zeit denke ich, dass die sachliche und respektvolle Aufklärung wesentlich effektiver ist.

        Liebe Grüße auch dir!

        Antworten
        • Ja richtig, ich hatte mir extra oberflächliche Argumente gegen Veganismus herausgesucht und mich da etwas drüber lustig gemacht, aber das ändert sich bald. Ja, wenn man radikalere Methoden verwendet, dann besser als Strategie, um Aufmerksamkeit auf das Thema zu ziehen. Dabei sollte man sich aber bewusst sein, dass man die Menschen unmittelbar bei der Aktion (z. B. Autofahrer bei festklebenden Klimaaktivisten) negativ reagieren werden, obwohl es bei diesen Aktionen ja um Systemwandel geht und die Individuen gar nicht unbedingt adressiert werden sollen. Und genau deswegen ist diese radikale Haltung im privaten Umfeld so ineffektiv. Die Menschen werden eher in ihren Vorurteilen & Gründen gegen Veganismus bestärkt und man erreicht gar keine Medien oder die Politik, um Systemwandel zu bezwecken.

          Antworten
    • Hi Markus, ich denke, du beziehst dich auf vegane Ernährung beim Kraftsport. Das war früher auch eines meiner ersten Gründe gegen Veganismus. Auch ich habe an den weitverbreiteten Mythos geglaubt, dass Kraftsport und Muskelaufbau vegan nicht funktioniert. Die größte Ernährungsorganisation der Welt, die Academy of Nutrition and Dietetics betont aber in ihrer Positionspapier zu vegetarischer und veganer Ernährung, dass diese für Sportler geeignet ist. Und ich habe selber Bodybuilding und jetzt Powerlifting viele Jahre mit Fleisch und viele Jahre Vegan gemacht. Ich habe bei der veganen Ernährung keine Nachteile gemerkt. Oben im Gif von vor einem Jahr hebe ich ein Gewicht von 147,5 kg x 5. Letzten Mittwoch habe ich Kreuzheben mit 185 kg x 5 gemacht und bin auf einem guten Weg bei meinem KDK Wettkampf in einem Monat 230 kg Kreuzheben, 220 kg Kniebeuge und 150 kg Bankdrücken zu schaffen. Kraft- und Muskelaufbau geht definitiv vegan. Wenn du dir über die Proteinlieferung bei veganer Ernährung Sorgen machst, habe ich dazu einen ausführlichen Artikel veröffentlicht, der sich auch explizit mit Sportlern auseinandersetzt.
      Außerdem wäre das ohnehin kein Argument gegen Veganismus, da sich Veganismus mit Ethik beschäftigt. Es ist keine einfache Ernährungsform, sondern setzt sich damit auseinander, dass alle Tiere Individuen sind und eine Kuh damit gleich viel wert ist wie ein Hund. Nach dem Veganismus sollten wir daher keine Tiere nur für unseren Geschmack töten. Wir können einfach stattdessen Pflanzen essen, die nicht in einem Schlachthaus schreiend und Angsterfüllt getötet wurden.
      Liebe Grüße
      auch Markus 🙂

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  2. Hi, ich finde den Artikel am Anfang relativ gut. Nur muss ich sagen er ist ziemlich provokant, arrogant und verwirrent, denn es fühlt sich an als ob alle Mischkonsumenten, dumm, arrogant, und narzistisch währen. Einem Punkt möchte ich etwas anhängen. Ich Lebe auf dem Land und habe Erfahrung beim Feld und Schlachten. Wegen der Sache mit dem sterben von Tieren bei Anbau von Pflanzen. Die Tiere sterben serwohl systematisch, Pflanzenschutzmittel sage ich nur, oder z.B. Wild wird extra geschossen dammit diese nicht ans Feld gehen und knabbern. Kleintiere und Vögel werden zerschreddert vom Pflug, das währe das sogenannte AUSVERSEHEN. Ich fand im Artikel gut dargestellt, dass du alles gut verlinked hast und man auch direkt nachvorschen konnte. Ich habe mich allerdings angegriffen gefühlt, es fühlte sich manchmal an als ob alles Mischkonsumenten über einen Kamm geschoben werden. Ich diskutiere gerne mit offenen Menschen und tolleriere jeden der anders denkt. Doch manchmal steigt mein temperament hoch wenn Leute meinen ihre Meinung währe die einzig Wahre währe. Trotzdem ein ziemlich vollgepackt und argumentativ geladener Vortrag
    Grüße aus Brandenburg.

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    • Hi Rick! Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, so einen ausführlichen Kommentar zu schreiben. Und ich stimme dir in einigen Kritikpunkten zu. Dieser Artikel ist sehr sarkastisch geschrieben und an einigen Stellen zu überspitzt formuliert. Deswegen möchte ich ihn noch abändern, jetzt, wo er so viele (vor allem nicht vegane) Menschen erreicht. Und deinem Punkt des Tötens von Tieren bei der Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln stimme ich auch zu. „Ausversehen“ ist vielleicht eine nicht ganz so treffende Formulierung. Es geht für mich darum, dass dort nicht das Ziel ist Tiere zu töten, es wird nur als kleineres Übel hingenommen. In der Theorie könnte man dort mit anderen Maßnahmen auch pflanzliche Lebensmittel produzieren, ohne Tiere zu töten, oder zumindest deutlich weniger. Wird nur nicht gemacht, weil derzeit die Kosten dafür den moralischen Wert überschreiten, der von der Gesellschaft diesen Kleintieren etc. zugeordnet wird. Bei der Produktion von Tierprodukten ist Tierausbeutung halt der Kernbestandteil und nicht das „kleinere Übel“. Derzeit kann man als Konsument für sich halt gut begründen, pflanzliche Lebensmittel trotz der getöteten Tiere zu konsumieren, weil man ja irgendwas essen muss und dabei insgesamt deutlich weniger Tiere pro Millionen Kalorien (siehe Graph oben) getötet werden. Ich denke, die Grundargumentation kennst du eh schon, ich wollte hier nur ausführen, was ich mit der etwas ungeschickten Formulieren „Ausversehen“ meine.
      Liebe Grüße aus Dresden!

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  3. Gerade als Umwelt Wissenschaftler sollte man wissen, das vegan ganz und gar nicht klimafreundlich ist. Viele Flächen können nur als Weideland genutzt werden und verkommen bei rein veganem Anbau.
    Auch Vegetarier können nur den Kopf schütteln, wenn Veganer von ethischen Gründen reden. Schließlich ist Tierwohl bei vegetarischer Ernährung mindestens genauso möglich.
    Der Artikel beweist warum Veganer meist als Fanatiker gelten. Objektivität ist leider was anderes.

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    • Veganismus hat wenig mit Tierwohl zu sein, es geht darum, Tierausbeutung zu verhindern. Vegetarier nehmen Tierausbeutung bei Milch, Eiern, Leder oder Tierversuche durch Kosmetik hin. Diese Industrien sind mindestens genauso schlimm wie die Fleischindustrie oder gehen mit ihr Hand in Hand (Milchindustrie). Milchkühe werden nach 4-6 Jahren geschlachtet, weil sie nicht mehr genug Milch geben und viel Rinderhack was du im Supermarkt kaufen kannst, ist von Milchkühen. Eine rein vegane Welt ist vielleicht nicht die Klimafreundlichste Lösung, aber eine deutlich pflanzenbasierte Landwirtschaft ist es definitiv. Von den circa 2/3 landwirtschaftlicher Fläche, die wir gerade als Weideland nutzen, kann eine ganze Menge wieder anders genutzt werden (siehe dafür meinen CO₂ Bilanz von Fleisch Artikel). Besonders in Deutschland würde das gut funktionieren, dazu gibt es konkrete Studien und ich habe eine Grafik davon in den anderen Artikel eingebunden.

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  4. Als aktive Klimaaktivistin der letzten Generation bitte ich Sie hinsichtlich des Klimaschutzes auf vegane Ernährung zuverzichten. Zwar ist die Herstellung der Fleischprodukte klimaschädlicher, wird aber den für vegane Produkte extrem deutlich höheren Transportaufwands und -wegs deutlich ins negative gewendet. Diese werden in Ihren CO2 Bilanzen leider komplett ignoriert. Bitte in Zukunft stichhaltige Grafiken anbringen.

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    • Hallo, Elise danke für deinen Einwand. Die Transportemissionen sind mit in die Bilanzen eingerechnet. Dazu empfehle ich dir diesen anschaulichen Artikel: https://ourworldindata.org/food-choice-vs-eating-local Dort sieht man, dass die Transportkosten nur einen minimalen Anteil am CC2 Ausstoß der Lebensmittel ausmachen. Bei Bananen kommen circa 50 % der CO2 Emissionen vom Transport. Dennoch sind die Gesamtemissionen nur bei 0,7 kg CO2 pro kg Bananen. Schweinefleisch dagegen hat vielleicht niedrigere CO2 Emissionen durch den Transport, aber die Gesamtemissionen liegen bei über 20 kg CO2 pro kg Fleisch. Der überwiegende Großteil der CO2 Emissionen unserer Lebensmittel kommen nicht vom Transport, sondern durch Landnutzungsveränderungen oder entstehen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb selbst.

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  5. Hallo Markus, ich habe eine Frage an den Vegan Experten, die du mir hoffentlich beantworten kannst.

    Ich weiß das Rotwein nicht vegan ist, aber welcher hochprozentige Alkohol ist denn vegan?

    Danke für die Info!

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    • Hi JR, ich trinke schon ewig nichts mehr und hab da leider nicht so viel Ahnung.
      Wein und Sekt gibt es in nicht vegan, aber auch in vegan. Du findest eigentlich in jedem guten Supermarkt eine vegane Sorte (also ohne Tiergelatine und nicht durch eine Tierblase gefiltert).
      Bei Hochprozentigem sind die klare Alkohole, soweit ich weiß, immer vegan. Also Wodka, Gin, Korn und so. Wiskey und Rum sind in der Regel auch vegan, da gibt es aber Sorten mit Honig zugesetzt.

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  6. Aktuelle Studie des WWF:

    Ist fleischlose Ernährung also grundsätzlich umweltfreundlicher? Definitiv nein. Denn klimafreundlich bedeutet nicht unbedingt umweltfreundlich. Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, kann der Umwelt mehr schaden als Menschen, die Fleisch essen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des WWF.
    Der Grund: Obst, Gemüse oder Schalenfrüchte, die in Deutschland auf den Tisch kommen, stammen oft aus Anbaugebieten, in denen Wasser knapp ist. Dort müssen sie künstlich bewässert werden, was die Trockenheit in den Regionen zusätzlich verschärft.
    Die Viehwirtschaft verbrauche zwar grundsätzlich mehr Wasser als der Obst- und Gemüseanbau. Sie finde aber meist in Regionen statt, in denen genug Niederschlag fällt. Den größten kritischen Wasserverbrauch verursachen deshalb laut WWF nicht Fleischesser, sondern Veganer.
    In Zahlen: Wer bei der Ernährung komplett auf tierische Produkte verzichtet, verbraucht jährlich 45 Kubikmeter Wasser. Vegetarier kommen auf 39 Kubikmeter pro Person und Jahr, Fleischesser auf 29 Kubikmeter. „Nur 18 Produzent des für unsere Ernährung nötigen Wasserverbrauchs gehen auf das Konto tierischer Lebensmittel“, erklärt der Umweltverband.

    Im übrigen ist der obige Beitrag von Michael Nielsen korrekt und Ihre Aussage, Weideland könnte einfach anders genutzt eine gewagte, nicht haltbare und leider einfach falsche Aussage.

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    • Hallo Jürgen, danke für deinen Kommentar! Wasserverbrauch ist natürlich nur ein Punkt der Umweltprobleme und wenn wir uns das Modell der planetaren Grenzen anschauen ist dieser im Vergleich zum Klimawandel, Landnutzung, Artensterben, Phosphor- und Stickstoffkreislauf noch deutlich unproblematischer. Und bei all diesen Punkten schneiden pflanzliche Lebensmittel halt besser ab. Klar existiert das Problem des Wasserverbrauchs und ich habe zum Wasserknappheitsfußabdruck auch einen Artikel im Ethikguide geschrieben: https://ethikguide.org/blog/die-wahrheit-ueber-den-wasserverbrauch-von-veganer-ernaehrung/. Dort zeige ich auch ab, dass pflanzliche Lebensmittel schlechter abschneiden. Die Welt ist nicht Schwarz/Weiß und es gibt kein Allerheilmittel. Ich sage nur das pflanzliche Lebensmittel tendenziell deutlich umweltfreundlicher sind, wenn wir uns alle Umweltprobleme angucken. Auch beim Weideland ist meine Aussage ja nicht schwarz/weiß. Ich sage, dass manches Weideland anders genutzt werden kann und vor allem in Deutschland und beziehe mich da ja auch auf eine großangelegte Studie. Ich bin bereit dazu meine Meinung in diesem Bereich zu ändern, wenn sie mir bessere Quellen aufzeigen.

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  7. Woher kommt eigentlich der Mythos vegan sei gesund?

    https://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/vegan_und_vegetarisch/essen-wie-aus-dem-chemiebaukasten-tofu-burger-soja-schnitzel-so-ungesund-ist-veganer-fleischersatz_id_5296624.html

    „Vegane Fertiggerichte sind zu salzig und zu fettig
    Zu viele Zusätze, auch zu viel Salz, Zucker und Fett im Fleischersatz bemängelte die Verbraucherzentrale Hamburg schon vor zwei Jahren im „Marktcheck: Vegane Lebensmittel“. Geändert hat sich seither nichts. Die Kritik trifft auch auf die 2,5 Gramm Salz und 13,3 Gramm Fett auf 100 Gramm Frikadelle unseres Beispiels zu.
    Vegetarische und vegane Fertiggerichte, Wurst- und Käsezubereitungen sind nicht ungesünder als die Originale – aber auch nicht gesünder oder qualitativ besser.“
    „Verbraucher haben falsche Erwartungen an „vegan“
    Etliche Befragte sprachen sich für vegetarische Produkte aus, weil sie diese für gesund und kalorienarm hielten. Auf die Zutatenliste hingewiesen, reagierten sie dann überrascht und leicht geschockt.
    Die getestete vegetarische Currywurst hatte 100 Kilokalorien mehr als das Original aus Fleisch vom selben Hersteller.
    In 100 Gramm fleischloser Salami steckten 3,3 Gramm Salz. Das ist mehr als die Hälfte der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tagesdosis von sechs Gramm.
    Einige Wurstbeispiele enthielten nicht nur das als gesund geltende Rapsöl, sondern billiges Palmfett. Es gehört wegen seiner gesättigten Fettsäuren zu den gesundheitlich bedenklichen Fetten.
    Insgesamt stehen Verdicker, Stabilisatoren, Farb- und Konservierungsstoffe auf den langen Zutatenlisten des Fleischersatzes – alles Zusätze, die Ernährungsexperten auch in konventionellen Lebensmitteln ein Dorn im Auge sind.“

    Die Meinung des Hamburger Ernährungsmediziners Matthias Riedl dazu ist eindeutig: „Man sollte nicht glauben, dass man damit ein gesundes Nahrungsmittel zu sich nimmt, denn es ist ein Nicht-Fleisch, das keine Vitamine in nennenswerter Form enthält – und auch keine sekundären Pflanzenstoffe, die gesundes Gemüse ja ausmachen.“ Und das, so Riedl, bekomme den Menschen auf Dauer und in großer Menge nicht.

    Prof. Dr. med. Daniel Jaspersen, Fulda, Studium Humanmedizin Universität Düsseldorf und Marburg: “Bevorzugt werden sollte daher eine ausgewogene Ernährung, in der auch einmal in der Woche Fleisch gegessen werden darf.“

    Die erfolgreiche Doku-Serie „ZDFZeit“ hat die derzeit so beliebten Trendprodukte mal genauer unter die Lupe genommen und gemeinsam mit dem Produktentwickler Sebastian Lege gezeigt, wo Verbraucher über den Tisch gezogen werden.
    Vegan gleich gesund? Sebastian Lege sagt nein
    Für Veganer und Vegetarier, die diese Ernährungsformen wählen, weil sie der Meinung sind, dass es gesünder sei, hat Sebastian Lege schlechte Neuigkeiten. Veganer Käseersatz zum Beispiel besteht aus billiger Mandelmilch, genauso günstigem Kokosöl, etwas Stärke, Salz und natürlich Käsearoma und Beta-Carotin für die Farbe. Diese Mischung wird aufgekocht und in eine Käseform gedrückt. Während guter, echter Käse häufig über Wochen, wenn nicht sogar Monate reift, ist der vegane Käseersatz schnell zusammengerührt. Klingt das appetitlich?
    Ernährungsexpertin Dr. Britta Schautz von der Verbraucherzentrale Berlin stellt laut“Bild“ klar: „Die Inhaltsstoffe müssen bei veganen Lebensmitteln nicht besser sein. Im Gegenteil: Sie enthalten oft viele gesättigte Fettsäuren wie Kokosöl, die Verbraucher eher meiden sollten.“

    Warum hier nicht die Vor- und Nachteile der veganen Ernährung dargelegt werden spricht nur für nicht vorhandene Objektivität!

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    • All diese Quellen beziehen sich auf vegane Fertigprodukte, die gar nicht dafür gemacht sind „gesund“ zu sein. Diese Produkte sind dafür gemacht, nicht-vegane Fertigprodukte im Geschmack nachzuahmen, die ja ihrerseits auch nicht „gesund“ sind. Es geht bei der Ernährung ohnehin nicht um einzelne Lebensmittel, sondern um eine gesunde gesamte Ernährungsweise, nach dem „Whole Diet Approach“, der in der modernen Ernährungswissenschaft verfolgt wird. Vegane Lebensmittel sind ja nicht nur Fertigprodukte, sondern auch Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte. Diese Lebensmittel sollten nach jeder großen Ernährungsorganisation der Welt Bestandteil einer gesunden Ernährung sein. Wer sich dafür interessiert, wie vegane Fertigprodukte im Vergleich zu tierischen Fertigprodukten abschneiden, gibt es zumindest viele Hinweise, dass diese Lebensmittel gesundheitlich gleichwertig sind bzw. einige vegane Fertigprodukte in prominenten Studien etwas besser abschneiden. In jedem Fall sind Fertigprodukte gesundheitlich eher abträglich und sollten wenn überhaupt einen kleinen Teil der Ernährung ausmachen.

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  8. Ich würde gerne zu dieser Diskussion etwas Objektivität reinbringen, die hier leider verloren gegangen ist.

    Ich habe Hochachtung und Respekt vor Menschen, die aus Achtung vor dem Tier auf Fleisch und alles andere Tierische verzichten. Sie sind zu Recht wütend über die Zustände in der Landwirtschaft. Was mich aber stört, ist die Haltung vieler, die glauben, allein der Verzicht auf alle tierischen Produkte sei die richtige Antwort. Vegane Ernährung ist keine Lösung des Grundproblems! So mancher Veganer baut sich da schlicht eine Parallelwelt auf. Er lässt zwar keine Tiere melken, schreddern oder schlachten. Aber durch seinen Verzicht verbessert er auch nichts an den üblen Verhältnissen in der Nahrungsmittelproduktion. Denn: Vegan zu leben fördert weder die Nachfrage nach Produkten aus einer anständigen Tierhaltung noch die nach natürlichen, ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der eigenen Region. Im Gegenteil: Auch vegane Industrieprodukte lassen Böden erodieren, versauen das Klima und vergiften das Wasser. Das System, in dem sie entstehen, ist ebenso grundlegend falsch wie das System der Fleischproduktion. Natürlich gibt es auch unter Veganern Menschen, die auf Fertigprodukte und industrielle Lebensmittel verzichten, die sich biologisch und regional ernähren. Aber auf dem Trendmarkt Veganismus boomen eben auch all die Kunstprodukte von Seitan-Truthahn bis zum Soja-Hamburger.

    Ich glaube, dass sich viel Angst und Unsicherheit in unseren Essgewohnheiten ausdrückt. Nahrung wird uns zur Ersatzreligion. Wir stellen strenge, zum Teil absurde Essensregeln auf, durchleuchten Speisepläne bis ins letzte Molekül, unterwerfen uns Verboten für bestimmte Nahrungsmittelgruppen – nur, um zumindest ein bisschen Kontrolle über unser zunehmend komplexes Leben zu gewinnen. Die Nahrungsmittelindustrie seziert unser Essen wie Frankenstein seine Leichen. Und dann baut sie es wieder zusammen und serviert es als sterilisierte Kunstprodukte, angereichert mit Aromastoffen, Geschmacksstoffen, Farbstoffen und Emulgatoren – um am Ende ein bestimmtes Bissgefühl und den gewünschten Look zu schaffen. Als Beispiel dafür muss man gar nicht so extreme Auswüchse heranziehen wie tierfreie Shrimps oder milchfreien Käse. Es fängt schon bei einer schlichten Sojamilch an. Kochen und drücken Sie Sojabohnen einmal aus – die Brühe ist kaum trinkbar, die möchte sich niemand in seine Latte Macchiato kippen. Die Sojamilch, die heute in jedem Supermarkt steht, ist ein hochverarbeitetes Industrie-Produkt – und in etwa so künstlich wie eine Cola.

    Das Schlimme ist: Vor stark industrialisierten Nahrungsmitteln ist man heute in keinem Supermarkt mehr sicher. Auch bei Bio entdeckt der clevere Stratege, dass man nicht unbedingt Idealist und Überzeugungstäter sein muss, um am Bio-Trend mitzuverdienen. Geld regiert die Welt.

    Sicher, in Bio-Lebensmitteln sind immerhin viel weniger Zusatzstoffe erlaubt sowie Pestizide und Mineraldünger verboten. Anbauverbände garantieren hohe Standards. Aber ansonsten: Auch dort steht viel Industrielles in den Regalen. Und im konventionellen Handel? Ein Grauen, das ich nicht als genießbar bezeichnen würde: Eingeschweißte, normierte und schrill verpackte Aufforderungen, die schreien: Kauf mich! Friss mich! Nimm zwei von mir! Vorne drauf ein Bild, das der Realität Hohn spottet. Was wirklich drinsteckt, ist so klein aufgedruckt und ellenlang, dass es kaum zu lesen ist – und wenn doch, versteht man trotzdem nichts.

    Vegane Ersatzprodukte sind ein Tor für die Nahrungsmittelindustrie, um noch mehr künstliche, stark verarbeitete Lebensmittel minderer Qualität auf den Markt zu werfen. Aber je gezielter und selbstverständlicher wir unsere Nahrungsmittel nach unserer Vorstellung kreieren, desto mehr entfernen wir uns von der Natur – und damit von unseren Wurzeln. Für mich stellt sich durchaus die Frage, ob es nicht unser Schicksal ist, auch Tiere zu essen – weil wir Allesfresser sind, weil wir bestimmte tierische Enzyme brauchen, um gesund zu bleiben und weil der Tierdung unsere Felder düngt.

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    • Hallo Sarah, danke für deinen Kommentar. Ich stimme ein paar ökologischen Aussagen von dir zu, ein paar aber auch nicht. Ich denke, was fehlt ist der Punkt, dass Veganismus keine Ernährungsweise, sondern eine ethische Philosophie ist und es im Kern gar nicht um ökologische Fragen geht. Es geht einfach darum, Tierausbeutung zu verhindern. Und das macht die rein pflanzliche Ernährung eben deutlich besser, als andere Ernährungsformen, wenn man sich die Statistik zu den getöteten Tieren pro Millionen Kalorien anschaut (bei Pflanzenproduktion sterben auch Tiere, nur eben Faktor 2 bis 10 weniger).
      Der Grundaussage der ich zustimme, ist, dass es bei der Umweltverträglichkeit viel darum geht, wie ein Lebensmittel produziert wird und nicht nur darum, ob es pflanzlich ist oder nicht. Fern ab vom Status-Quo kann man tierische Lebensmittel auch sehr umweltfreundlich herstellen. Der Status-Quo derzeit ist aber, dass tierische Lebensmittel einfach umweltschädlicher produziert werden, als pflanzliche Lebensmittel (https://www.ifeu.de/fileadmin/uploads/Reinhardt-Gaertner-Wagner-2020-Oekologische-Fu%C3%9Fabdruecke-von-Lebensmitteln-und-Gerichten-in-Deutschland-ifeu-2020.pdf). Und Regional macht was die CO2 Bilanz angeht kaum einen Unterschied (https://ourworldindata.org/food-choice-vs-eating-local). Auch Bio ist nicht viel besser, da die besten Studien in dem Bereich sich leider nicht auf den Flächenertrag beziehen und Bio damit zwar eine bessere Ökobilanz auf dem Papier hat, aber dafür deutlich mehr Land braucht. Daher sind Zahlen, wie aus dem Thünen Report leider nicht viel wert. Sie spielen nicht die Realität eines Landwirtschaft wieder. Eine optimale Landwirtschaft sollte viel mehr Aspekte von Konventionell und Bio verbinden, wo aber viele Bio-Verbände viel zu radikal sind und unwissenschaftliche Positionen vertreten.
      Wo ich dir auch nicht zustimme ist die ganze „Apeal to Nature Fallacy“, die du immer wieder verwendest. Nur weil etwas nicht natürlich ist, heißt das nicht, dass es für uns schlecht ist. Genauso sind natürliche Sachen nicht immer gut. Auch Viren und Krankheiten sind nicht natürlich und Medizin unnatürlich, rettet uns aber davor (wobei auch nicht alle Medizin so toll ist. Bitte kein Schwarz-Weiß Denken). Vor allem bei Lebensmittel gibt es viele künstliche Wege Lebensmittel gesünder für uns zu machen. Das fängt bei der Anreicherung von Vitaminen und Mineralstoffen an und hört bei sinnvoller Genmanipulation auf.
      Die Sojamilch in meinem Regel besteht zudem nur aus Soja, Wasser und etwas Salz, ich sehe da kein hochverarbeitetes Industrie-Produkt (gibt es aber auch, vor allem Marken aus den USA).
      Und bei deiner Aussage „wir brauchen bestimmte tierische Enzyme“ hätte ich gerne Quellenbelege. Welche Enzyme sollen das denn sein? Diese ganze Meat based active Compounds wie Taurin, Carnitin, Kreatin etc. können es nicht sein, weil die produzieren wir selber und hier ist die Datenlage sehr schlecht und weißt überhaupt nicht nach, dass die essenziell wären. Allgemein hätte ich mir bei einem Beitrag, der so eingeleitet wird „etwas Objektivität“ einzubringen überhaupt irgendwelche Quellenbeläge gewünscht. Das sieht mir eher nach einer (zum Teil auch nach meinem Kenntnisstand richtigen) Meinung aus.

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  9. Alpha male Bubble arsch muss das lesen für bio. Nicht schlecht geschrieben und memes sind bisschen funny aber vegan ist schon nice wenn du es richtig anstellst. Und erlich fleisch ist nicht schlimm aber halt 2 mal in der woche. Und nicht jeden tag 3 mal

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    • Glaube, wir sind uns einig, dass Fleisch 2 mal die Woche viel besser ist, als 3 mal am Tag. Und was deine Gesundheit und die Umwelt angeht, ist Fleisch 2 mal pro Woche wohl fine. Bei Vegan gehts halt um Tierrechte und es wird halt immer noch 2 mal pro Woche ein Tier für das Fleisch getötet. Ich hab einfach selber gemerkt, dass diese Tiere super unnötig sterben, weil man Fleisch einfach gar nicht braucht. Geschmack fehlt zwar etwas, aber da gibts mittlerweile richtige krasse Ersatzprodukte die sehr nah dran kommen. Und meinem Körper geht es ohne Fleisch besser den je. Ich hab komplett ohne Fleisch geschafft meine Kniebeuge und Kreuzheben über 200 Kilo zu steigern und Bankdrücken bin ich kurz vor 150. Also warum sollte ich dann Fleisch essen und dafür bezahlen Tiere zu töten, wenn es einfach nur unnötig ist.

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  10. Natürlich ist Fleisch notwendig. Hunde und Katzen soll man nicht vegan ernähren, Babys, Kleinkinder, Schwangere, stillende Mütter und ältere Menschen ebenfalls nicht. Ganz um Fleisch kommt man nicht rum. Hier eins von dutzenden Beispielen:

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/146943/Kinderaerzte-raten-von-veganer-Ernaehrung-fuer-Kleinkinder-ab

    Stillen gilt dagegen als vegan, obwohl tierische Stoffe bei veganen Müttern nachgewiesen wurden.

    Viele Grüße einer ehemaligen Veganerin.

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    • Hallo Christine, danke für deinen freundlichen Kommentar. Die meisten Menschen werden bei negativen Kommentaren direkt ausfällig und du bist sachlich geblieben. Ich würde mich zusätzlich noch darüber freuen, wenn du weitere Quellen für deine Aussagen verlinken würdest. Der Link zum Ärzteblatt ist nur eine einzelne Meinung. Meinungen und Fallbeispiele sind in der Evidenzpyramide ganz unten. Bei der Ernährungswissenschaft kann man seine Aussagen besser mit Beobachtungsstudien (falls keine RCTs vorhanden) oder RCTs und Metastudien begründen.
      Soweit ich es beurteilen kann ist der Wissenschaftliche Konsenz derzeit: Vegan geht bei allen Menschen und Personengruppen, wird aber wegen Umsetzbarkeit und fehlender Datenlage bei vielen Personengruppen nicht empfohlen. Wenn man sich z. B. den Standpunkt der DGE anguckt, schreiben die in der Zusammenfassung, dass sie vegan bei Babys, Kleinkindern und Schwangeren nicht empfehlen. Sie schreiben im Standpunktpaper aber auch, dass es gesund möglich ist. Die Empfehlung wird einfach getätigt, weil es schwierig ist bei diesen besonders gefährdeten Gruppen alles im Blick zu behalten. Selbst die DGE, die eher „pro Fleisch“ ist, würde also nicht der Aussage zustimmen, dass Fleisch notwendig ist. Man kann vegan gesund leben, es gilt einfach mehr zu beachten und man sollte wegen geringer Datenlage bei einigen Dingen aufpassen.
      Was Hunde und Katzen betrifft, gibt es leider auch nur wenige Daten. Ich habe zwei Studien und eine Dissertation zum Thema gelesen, die darauf hindeuten, dass man Hunde und Katzen sehr wohl vegan ernähren kann. Diese Tiere brauchen genau wie wir Menschen keine bestimmten Lebensmittel, sondern einen Mix aus Nährstoffen. In der oft hoch verarbeiteten Tiernahrung kann man diese Stoffe hinzufügen.
      Was meinst du genau mit tierischen Stoffen bei veganen Müttern? Also wir Menschen sind ja auch Tiere und produzieren unsere eigenen „tierischen Stoffe“ ganz ohne, dass wir diese jemals gegessen haben.
      Warum lebst du nicht mehr vegan? Wo lagen deine Probleme? Ich halte es für besonders wichtig, ehemaligen Veganer*innen zuzuhören und ihre Perspektive zu betrachten.
      Viele Grüße, Markus

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  11. Ich finde, dass Vegane Ernährung das Leid der Tiere nur schlimmer anstatt besser macht. Wenn weniger Fleisch gegessen wird, verdienen Bauern, Schlachter etc. weniger. Ganz klar. Wer glaubt denn, dass dann noch ins Tierwohl investiert wird? Dann werden die Tiere noch mehr leiden.

    Für mich kommt diese Art der Ernährung sowieso nicht in Frage, da ich an einer Essstörung leide, bei der ich viele Nahrungsmittel als ekelig empfinde und diese nicht essen kann bzw. wenn doch, ich mich übergebe. Das trifft auch auf viele vegane Produkte zu,

    Deshalb esse ich auch in Zukunft Fleisch, wenn auch mit etwas schlechtem Gewissen. Ich würde aber nie ein Tier essen, das ich persönlich kannte. Niemals.

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    • Die Fleischindustrie hat kein Interesse an Tierwohl, solange dieser nicht profitabel ist. Die schlimmste Ausbeutung von Tieren ist, Ihnen das Leben zu nehmen. Da dies ein integraler Bestandteil der Praktiken der Fleischindustrie ist, wird es durch diese nie wirkliches Tierwohl geben. Veganer sorgen dafür, dass weniger Nutztiere in diesen schlimmen Verhältnissen aufwachsen müssen (Angebot und Nachfrage) und Stück für Stück immer weniger Tiere brutal ausgebeutet werden.

      Das mit der Essstörung tut mir leid. Ich denke, du unterschätzt aber, wie viele vegane Lebensmittel es gibt. Vegane Lebensmittel sind neben veganem Junkfood (was du wahrscheinlich nicht essen kannst) auch Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide (Haferflocken, Brot …), Nüsse und vieles mehr. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du jetzt schon ohne Probleme täglich viele vegane Lebensmittel konsumierst.

      In anderen Szenarien würdest du den Wert eines Lebewesens auch nicht davon abhängig machen, ob du es kennst oder nicht. Andere Menschen sind nicht weniger wert, nur weil man sie vielleicht nicht mag. Und auch viele Tiere wie z. B. Hunde und Katzen haben sogar per Gesetz gewisse Rechte. Diese Rechte nicht auf Nutztiere auszuweiten ist eine riesige Doppelmoral, die nur existiert, weil wir schon immer Tiere ausgebeutet haben.

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  12. Immer mehr unabhängige Studien belegen:

    Um gesund heranzuwachsen, brauchen Babys auch die besondere Nährstoffdichte von Fleisch. Das empfiehlt nicht nur die Stiftung Warentest. Auch Senioren sind auf diese spezifische Nährstoffkonstellation angewiesen: Ausgewogener Fleischkonsum beugt bei ihnen sogar Muskelschwund vor.

    Außerdem sind Veganer ebenfalls Tiermörder, nur auf auf eine andere Weise.

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    • Immer mehr unabhängige Studien Belegen: Immer mehr Menschen denken sich unabhängige Studien aus.
      Warum verlinken sie nicht diese tollen bahnbrechenden Studien?
      Ihre Aussage zu Babys unterstützt nämlich sogar die DGE nicht, obwohl diese eher vegan-kritisch ist und die Academy of Nutrition and Dietetics, sowie die kanadische und die britische Ernährungsgesellschaft unterstützen ihre Aussage schon einmal gar nicht. Nein nicht ausgewogener Fleischkonsum beugt bei Senioren Muskelschwund vor, sondern einfach ein erhöhter Proteinkonsum. Proteine gibts auch reichlich in Pflanzen. Fleisch hat kein Monopol auf irgendeinen Nährstoff und kann auch einfach ausgetauscht werden.
      Und bei ihrem letzten Satz haben sie wohl nicht den Unterschied von absichtlich Tiere für sich Töten lassen (eher Tiermord) und Tiere sterben auf dem Acker als Nebenprodukt zur Nahrungsproduktion (eher Tiertodschlag) verstanden. Außerdem sterben halt auch einfach viel weniger Tiere durch die Pflanzenproduktion. Die Statistik dazu finden sie oben im Artikel.

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      • Bitte einen Ling dazu.

        Natürlich unterstützen die DGE und die Academy of Nutrition und Dietetics die Aussage, vegane Ernährung ist für Babys im höchsten Maße ungesund. Sie sagen sogar, dass pflanzliche Proteine viel schlechter vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden können. Den Link dazu gab es hier auch mal, nur leider ist der Kommentar „verschwunden“

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        • Das ist das ganz normale Statement der DGE zu Veganer Ernährung, das finden Sie selber. Und nein, da steht drin, dass sie es nicht empfehlen. Das ist ein großer Unterschied zu „im höchsten Maße ungesund“. Wenn man sich außerhalb vom Abstract das ganze Paper anschaut, sieht es ganz anders aus. Es wird einfach nicht empfohlen, weil man auf sehr viel achten muss. Man muss bei Babyernährung ganz genau hinschauen und das gilt besonders für vegane Babys. Wo ich aber auf jeden Fall zustimme ist, dass die Studienlage etwas flach ist und wir mehr Daten dazu brauchen.

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    • Der Artikel von Foodwatch ist etwas lächerlich. Hochverarbeitete Lebensmittel sind nicht gesund? Das sollte doch heutzutage jeder wissen. Außerdem werden die Lebensmittel mit dem Nutri-Score bewertet. Der ist eine sehr einfache und eher mangelhafte Bewertung des gesundheitlichen Wertes eines Lebensmittels. Man sollte sich lieber gesättigte Fettsäuren, Salz und andere Zutaten im Detail anschauen. Und wie kommst du zu der Annahme „das vegan sogar mittlerweile ungesünder ist.“? Im Artikel werden vegane Produkte überhaupt nicht mit tierischen verglichen. Hier habe ich dir einmal eine qualitativ hochwertige Studie herausgesucht, die genau das tut: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32780794/ dort schneiden die veganen Lebensmittel besser ab. ABER natürlich sind beides hochvearbeitete eher ungesunde Lebensmittel. Und egal ob vegan oder nicht, sollte eine gesunde Ernährung zum Großteil aus unverarbeiteten Lebensmitteln bestehen und reich an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide sein.

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  13. Hi Markus,

    mir gefällt in Deinem Artikel: Du genderst nicht!

    Zudem finde ich Deine Argumente hilfreich, auch dass Du in meinen Augen, zumindest in diesem Artikel – nicht missionierst, ich bin Vegetarier, achte allerdings darauf, dass im Käse kein tierisches Lab enthalten ist, nutze Hafer Drink, Soja gehe ich vollkommen aus dem Weg und alles was tote Tiere enthält.

    War gerade für drei Wochen in Sri Lanka und aß nach: Cook it peal it or leave it.

    Eine vegane Ernährung, fast nicht möglich. (Mir wollte man auch eine braune Pfeffer Soße, als vegetarisch verkaufen, bis ich nach der Herstellung fragte?) Da viele nicht kochen können, wissen Sie auch nicht, dass z. B. Kartoffelsalat oftmals mit Fleischbrühe zubereitet wird.

    Was ich damit sagen will, als ich letztens bei meiner Kaffeebestellung gefragt wurde, ob ich meinen Milchkaffee mit Hafer Drink will, entschied ich selbstverständlich dafür, doch wenn es gerade keine Wahl gibt, nehme ich was angeboten wird. (Getötete Tiere ausgeschlossen!)

    Was mich an meinen Kuba Urlaub erinnert, in dem ich fast verhungert bin, da dort wie bei uns in den Siebzigern gekocht wird und im Gemüse überall Schinken/Speck, reingeworfen wird.

    In diesen Ländern, die ich bereise kann man auch sehen, wie reich wir sind, dass wir solche Entscheidungen überhaupt treffen können.

    Es ist purer Luxus!

    Seien wir uns, unserem Reichtum bewusst, denn ich kümmere mich mittlerweile nicht mehr um hungrige Tiere auf meinen Reisen, denn es wäre den Menschen gegenüber einfach nur charakterlos.

    Ach und Reisen ist Bildung, zudem Bewusstseinserweiterung, die vielen Militanten gut bekommen würde 😉 Ich bin übrigens Vegetarier, weil ich Tiere liebe und meine Freunde nicht esse, bedauere es sehr, dass ich es in meinem „Tiefschlaf“ tat …

    LG

    aus Stuttgart

    Krasse Kommentare und Hut ab für Deine Gelassenheit❤️❤️❤️

    Antworten
    • Hallo Vera,

      danke für deinen lieben Kommentar 🙂

      Ich hatte deinen ersten Kommentar nicht zugelassen, weil ich die erste Zeile etwas kritisch sehe. Zum Thema gendern habe ich ja extra einen Hinweiß in der Fußzeile der Webseite.

      Du hast dir die Mühe gemacht, den Kommentar erneut zu verfassen, also möchte ich ihn jetzt auch zulassen und beantworten.

      Ich denke, eine vegane Lebensweise ist für quasi jeden möglich, der oder die diesen Artikel liest (Deutsch oder deutschsprachig, mit Internetzugang). Die günstigsten Lebensmittel im Supermarkt, wie Gemüse, Obst, Getreide oder Hülsenfrüchte sind vegan. Und daraus kann man viele wundervolle Gerichte zaubern. Ja, sogar viele der ärmsten Menschen der Welt sind gezwungen rein pflanzlich zu essen, weil sie nur diese günstigen Lebensmittel zur Verfügung haben.

      Wer sich in einer Überlebenssituation befinden, für den ist nicht vegan sein etisch absolut gerechtfertigt. Bei fast allen, die diesen Artikel lesen, hat Essen aber weniger mit satt werden, als mit Genuss zu tun. Wir sollten alle durch unsere Ernährung keine Tierausbeutung verursachen, da diese durch Geschmack, Bequemlichkeit oder Tradition nicht zu rechtfertigen ist. Das Leben eines Tieres ist immer mehr wert als der kurzweilige Geschmack von ihrem Fleisch, Milch oder Eiern (für dich als Vegetarierin: Die Tiere in der Milch und Eierindustrie werden immer noch für ihre Erzeugnisse ausgebeutet und wenn sie nicht mehr profitabel genug sind getötet).

      Und ob man da jetzt auf gesündere unverarbeitete pflanzliche Lebensmittel (Obst, Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse) oder auf verarbeitetes Junk Food (Manche Sorten Yum Yum Instant Nudeln für 59 cent pro Packung sind auch vegan) zurückgreift ist jedem selbst überlassen. Hauptsache man schadet keinem 3. Lebewesen durch seine Gewohnheiten. Vegan ist also einfach ausgelebtes „Leben und Leben lassen“.

      LG aus Dresden

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  14. Hallo!

    Tatsächlich lebe ich in einer Familie von „Fleischessern“ und bin selbst auch einer, da es natürlich auch Kontras bei einer veganen Ernährung gibt. Alle meine Befürchtungen hast du in diesem Artikel entkräftet, vielleicht fange ich bald mit einer veganen Ernährung an, denn du hast mich ziemlich gut überzeugt.

    Der Sarkasmus in deinem Artikel ist einfach herrlich, ich fühle mich definitiv nicht angegriffen (vermutlich, weil ich Argumente wie „vegan ist unnatürlich“ überhaupt nicht bringe.

    Trotzdem wird mich das alles eine Menge Zeit kosten, vor allem, weil ich Ausdauersportlerin bin.

    Aber ich danke dir herzlichst für diesen großartigen Artikel, den ich heute tatsächlich schon zum zweiten Mal gelesen habe.

    LG aus Österreich

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    • Hallo Julia!

      Freut mich sehr, dass dir der Artikel gefällt und natürlich besonders, dass du mit einer veganen Ernährung anfangen möchtest! Bekannte Ultra-Marathon Läufer, wie Scott Jurek oder Rich Roll leben auch vegan. Beide haben Bücher geschrieben und der letztere hat auch einen Podcast.

      Die Anfangszeit wird nicht einfach, weil du viel umstellen musst. Aber sie ist es auf jeden Fall wert! Das Gefühl im Einklang mit den eigenen Moralvorstellungen zu leben ist unbezahlbar.

      Such am besten nach einer veganen Gruppe in deiner Stadt. Es gibt in fast jeder Stadt Facebook-Gruppen oder Treffen, über die du dann in Whatsappgruppen reinkommst. Die meisten Menschen, die aufhören vegan zu leben, geben an, dass soziale Faktoren eine große Rolle gespielt haben. Missverständnis bei Freunden, Familie und Kollegen können sehr an der Motivation zerren. Da kann es sehr hilfreich sein, eine Gruppe gleich gesinnter zu haben, auf die man sich verlassen kann.

      Liebe Grüße aus Dresden 🙂

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      • Ich musste in deinen Profilen jetzt leider feststellen, dass du seit 5 Jahren vegan, aber schon deutlich länger Kraftsportler bist. Das konterkariert natürlich deine Aussage mit veganer Ernährung vernünftig Hochleidtungssport zu betreiben. Das finde ich ein bißchen enttäuschend.

        LG aus Österreich

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        • Hallo Vera,

          ich bin da sogar ein ganz gutes Beispiel, weil ich zwischendurch eine mehrjährige Pause durch ein Schulterimpingement hatte. Dann habe ich 2021 erst wieder richtig angefangen bei ca. 73 kg und bin vom Bodybuilding auf Powerlifting umgestiegen. Ich konnte rein vegan meine Kraftwerte von unter 100 kg Kniebeuge auf jetzt 207,5 kg steigern. Vor der Verletzung war meine Bestleistung ca. 140 kg. Außerdem habe ich 20 kg bis zu meinem Powerlifting Wettkampf letzten April aufgebaut. Davon jetzt wieder 5 kg abgenommen liege ich bei einem relativ niedrigen Körperfettanteil trotzdem bei einer Zunahme von ca. 10 kg. Lean Mass (nicht alles Muskelmasse).
          Es gibt neben mir aber noch viele weitere vegane Athleten, die viel mehr in ihrer sportlichen Karriere erreicht haben und manche davon sind schon von Geburt aus vegan. Auch im Bodybuilding Bereich (siehe Bild oben).

          LG aus Dresden

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    • Wenn Sie hochscrollen, finden Sie meine Antwort zu dem Artikel. Hochverarbeitete Lebensmittel sind nicht das beste für unsere Gesundheit, ob vegan oder nicht. Zum Glück wird von jeder Ernährungsgesellschaft dieser Welt eine zum Großteil auf unverarbeiteten pflanzlichen Lebensmitteln basierte Ernährung empfohlen.

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  15. Herr Maibaum,

    wie stehen Sie zum Thema Haustiere. Ein Haustier zu „besitzen“ empfinde ich als ethisch genauso wenig korrekt, wie ein Tier zum Essen zu töten. Mit dem Unterschied, dass die Haustiere einen deutlich längeren Leidensweg haben.
    Gerade Hunde und Katzen sind heutzutage überzüchtet sondergleichen, dass die Haltung eines solchen Tieres als „Haustier“, also zum reinen privaten Vergnügen, genauso verwerflich ist, wie die Tötung zum Konsum. Vielleicht sogar noch schlimmer. Wie sehen Sie das?

    Viele Grüße aus Amsterdam

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    • Hallo Theodor,

      der normale vegane Standpunkt dazu ist, dass Haustiere ok sind, solange sie aus dem Tierheim kommen und keine weiteren Kinder mehr zeugen. Man kann Ihnen Zuhause ein besseres Leben geben, als sie im Tierheim haben. Züchten und vermehren von Haustieren ist dagegen tabu. Und Qualzuchten sind bei Tierheimtieren ein deutlich kleineres Problem. Mischlinge haben meistens keine großen genetisch bedingten Gesundheitsprobleme.
      Ich würde der Aussage nicht zustimmen, dass ein Haustier ein schlechteres Leben, als ein Nutztier in der Massentierhaltung hat.

      Viele Grüße aus Dresden

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  16. Wie stehen Sie eigentlich zu Palmöl. Palmöl ist in sehr, sehr vielen veganen Produkten enthalten und durch den Anbau werden wird wird das Klima drastischer zerstört und es leiden deutlich mehr Tiere als im billigsten Schlachthof.
    Wir vermeiden Sie Palmöl? Tun Sie das nicht, sind alle Ihre Aussagen obsolet.

    Viele Grüße aus Hamburg

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    • Ich halte den letzten Satz nicht nur für falsch, sondern für sehr gefährlich. Das ist typisches Schwarz-Weiß denken und tut unserer Gesellschaft absolut nicht gut. Oh, du bist einmal in den Urlaub geflogen, dann kannst du dich ohnehin schon nicht mehr fürs Klima einsetzen.
      Zu Palmöl: Haben sie sich einmal die Ökobilanz (nicht nur CO2) von Palmöl angeschaut und mit anderen Lebensmitteln verglichen? Und wie quantifizieren sie das Tierleid, um es dann vergleichen zu können? All ihre Aussage beruhen nur auf Gefühlen und nicht auf Daten. Da möchte ich einmal zitieren: „what can be asserted without evidence can also be dismissed without evidence.“
      Und übrigens vermeide ich Palmöl alleine schon dadurch, dass ich eine auf Gesundheit durchoptimiere, geplante Ernährungsweise verfolge, die zu 99 % aus unverarbeiteten Lebensmitteln besteht. Aber bei den 1 % verarbeiteten Lebensmitteln oder im Restaurant achte ich nicht explizit auf Palmöl.

      Viele Grüße aus Dresden

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  17. Ich möchte in einem Punkt etwas Objektivität reinbringen.
    Meine Frau ist Veganerin. Sie hat sich geweigert unsere Tochter nach der Geburt zu stillen! Nachdem ich mich informiert habe ist das vollkommen korrekt! Leider verstehen das viele selbsternannten Veganer nicht. Soviel zum Thema einiger Vorposter Babys dürfen nicht vegan ernährt werden.
    Markus wird mir hier sicher bedingungslos zustimmen wenn er Ahnung hat!

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    • Karlheinz du bist jetzt die zweite Person, die sagt, du möchtest Objektivität hereinbringen, aber dann einfach nur eine Anekdote erzählt. Ich bin oben oft genug auf den Standpunkt der DGE eingegangen. Die sagt, dass es möglich ist, Babys vegan zu ernähren, es aber nicht empfiehlt. Die Personen, die das mit „Vegan ist gefährlich für Babys“ gleichsetzten, haben meisten absolut null Wissen im Bereich Ernährung und sind auch nicht willig, sich damit auseinanderzusetzen. Diese Personen ernähren ihre Kinder dann meist so oder so ziemlich ungesund.

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      • Ein Auszug der Universiät Cambridge.

        „In der Simulation traten zehn verschiedene Ernährungsmodelle gegeneinander an, darunter Vegetarier, Veganer und Fleischesser. Viele Veganer werden sicher davon ausgehen, dass ihre Ernährungsweise die beste ist, um die Zukunft des Planeten zu sichern. Doch weit gefehlt: Die vegane Ernährung schnitt nur mittelmäßig ab. Zwei Formen der Mischernährung mit geringen Mengen Fleisch sowie die lakto- und ovo-lakto-vegetarische Ernährung, können mehr Menschen satt machen und sind damit nachhaltiger.

        Der Grund: Die vegane Ernährung lässt zu viele Flächen ungenutzt. Denn verschiedene Lebensmittel brauchen auch unterschiedliche Arten von Nutzflächen für ihre Produktion. Auf Weideland kann zum Beispiel sehr oft nichts angebaut werden, da der Boden es nicht hergibt.“

        Aber Fakten, die nicht Ihrer Lebensphilosophie entsprechen können ja nur falsch sein.

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        • Der Kommentar ist wieder ein anschauliches Beispiel für jemanden, der etwas in einem Online-Magazin liest und denkt, das ist Wissenschaft. Das, was du da zitierst, ist nämlich kein Auszug von einer Studie, sondern ein Business Insider Artikel. Also die Interpretation eines Journalisten von einer Studie und natürlich auch reißerisch geschrieben, um Klicks zu generieren. Die Primärquelle wurde nicht einmal verlinkt (Ich verlinke zumindest alle meine Quellen hier). Und „Ein Auszug der Universität Cambridge“, was soll das genau heißen? Haben die das in einem Banner auf den Campus gehängt? Haben die ein Positionspapier dazu veröffentlicht? Nein, das sind Wissenschaftler der Universität, es ist aber sehr irreführend zu schreiben, das wäre die Meinung der Universität. Zum Artikel von Businessinsider: Dort wird der Begriff „nachhaltig“ inflationär verwendet, ohne ihn zu definieren. Es geht hier nämlich nicht darum, wie die Ernährung den Klimawandel beeinflusst, sondern darum, wie viele Menschen in einem theoretischen Szenario ernährt werden könnten. Und da stimmt die Originalstudie mir erst einmal ziemlich zu, weil dort Fleisch und der derzeitige Status-Quo sehr schlecht abschneiden. Also, wenn Sie diese Ergebnisse so toll finden, sollten Sie schon einmal ihren Fleischkonsum auf 2 Mahlzeiten die Woche herunterfahren. Zudem kommt heraus, dass mit einer vegetarischen Ernährung mehr Flächen genutzt werden können und dadurch mehr Leute ernährt werden können. No Shit Sherlock. Wir können zwar viel Weideland auch anders nutzen, aber nicht alles. Also alleine deswegen würde es rein für die Welternährung besser sein, dort Kühe zu halten. Und wer zum Überleben tierische Produkte benötigt, wird ohnehin nicht von Veganern verurteilt. Welternährung ist eher ein Verteilungskonflikt als alles andere. Man kann mit so ziemlich jeder Ernährung die Welt ernähren, wenn man gerecht verteilen würde. Alle diese Sachen haben aber nichts damit zu tun, was für eine Ökobilanz die Lebensmittel haben. Bei Businessinsider wird einfach das Wort nachhaltig genutzt, weil man so sagen kann „Vegan ist nicht nachhaltig“ und dadurch mehr Klicks generiert.

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  18. Es gibt Nutztiere, die nicht nur Artgerecht gehalten werden, sondern ein sehr gutes Leben haben (z.B. auch massiert werden).
    Dieses Fleisch ist deutlich teurer, aber geschmacklich um Welten besser und um länger gesünder als jede vegane Ernährung. Ignorieren Sie auch solche Tatsachen?

    P.S.: Das Massentierhaltung und Billigfleisch vom Discounter keine Zukunft mehr haben darf, da sind wie uns einig

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    • Die Tiere werden am Ende immer noch getötet und haben ein kurzes Leben. Warum überhaupt Tiere nur für Geschmack töten?
      „ um länger gesünder als jede vegane Ernährung“ ist eine Behauptung Ihrerseits, die ich ohne Quellenangabe einfach verwerfen kann. Das ist einfach nur Ihre Meinung.

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  19. Einige Punkte sind sehr oberflächlich recherchiert.
    Die Kuh ist nicht per se ein Klimakiller. Es kommt darauf an, wie die Rinder gehalten und ernährt werden. Bei Naturland ist Weidegang für Milchvieh und Fleischrinder verpflichtend. Wenn die Milchleistung einer Kuh vor allem aus dem so genannten Grundfutter kommt – also Gras und Heu von der Weide –, dann ist das auch fürs Klima gut. Zudem speichert Grünland mehr CO2 im Gegensatz zu Ackerland und ist besonders artenreich. Die Weidehaltung unterstützt die CO2-Bindung im Boden zusätzlich durch Humusaufbau. Kraftfutter wird bei Bio dagegen nur wenig bis gar nicht zugefüttert. In der konventionellen Rinderhaltung kommt das Kraftfutter oft von weit her, etwa aus klimaschädlichen Monokulturen in Südamerika. Vegane Lebensmittel werden überwiegend in Monokulturen angebaut und sind somit einer der größten Insektenkiller.
    Aber auch hier werden Sie die Wahrheit wieder verdrehen. Tut mir Leid wegen diesem Satz aber Ihre bisherigen Kommentaren beweisen es.

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    • Ich stimme zu, dass Kühe, die kein Kraftfutter essen, nicht per se Klimakiller sind. Aber den wichtigsten Punkt in Verteidigung der Kühe haben sie gar nicht genannt: Wenn die Kuh kein Kraftfutter bekommt, befindet sich der Kohlenstoff (zum Beispiel im Methan) in einem natürlichen Kreislauf. Dadurch, dass Methan alle 12 Jahre zerfällt, entsteht dadurch keine nennenswerte Klimabelastung. Das große Problem dieser Kuhhaltung ist der immens große Platzbedarf. Bio-Lebensmittel haben allgemein einen höheren Platzbedarf pro Ertrag und der ist bei Kühen, die nur mit Gras gefüttert werden noch um einiges größer.
      Vegane Lebensmittel werden überwiegend in Monokulturen angebaut“ stimmt halt nicht wirklich, weil vegane Lebensmittel alles von einem Apfel bis zum hoch verarbeiteten Fleischersatz sind. Das findet man in jeder Anbauform und wird sogar bei einem bio-zyklisch veganem Anbau auf die Spitze getrieben und ist genau das Gegenteil von Monokulturen.
      Rein pflanzliche Ernährung ist fürs Klima und die Umwelt (planetare Grenzen) deutlich besser als der Status-Quo, aber vergleichbar mit einer super stark fleischreduzierten Ernährung (planetary health diet) und schneidet in manchen Szenarien schlechter ab als diese, da es einfach Flächen gibt, auf denen nur Viehhaltung möglich ist. Wenn eine vegane Ernährung aber für uns möglich und gesund sein kann, sehe ich dadurch keine Rechtfertigung, um Tiere zu töten.

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  20. Es gibt unzählige Studien die zeigen, dass der Mensch sich nur durch Fleischkonsum zu dem heutigen Homo Sapiens entwickelt hat.

    https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2021/07/steinzeitmenschen-fleisch-war-ihr-gemuese

    Aber auf einmal weiß man alles besser, nachdem man herausgefunden hat, daß man für ein veganes Label mehr Geld verlangen kann.

    Die Kriege in der Ukraine, Syrien etc. haben einen deutlich höheren Einfluss auf die CO2 Bilanz als die Ernährungsform. Oder wollen Sie da auch widersprechen? So verblendet sind Sie doch nicht!?

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